Wärmepumpe mit Photovoltaik betreiben
Heizen mit selbst erzeugtem Solarstrom
Autor: Susanne Rothe | Aktualisiert am: 06.7.2026 | Lesezeit: 5 Minuten
Das Wichtigste auf einen Blick
- Photovoltaik erzeugt Strom, den die Wärmepumpe direkt zum Heizen nutzt.
- Die Kombination kann dazu beitragen, den Strombezug aus dem Netz zu reduzieren und den Eigenverbrauch zu erhöhen.
- Solarstrom kann helfen, CO₂‑Emissionen beim Heizen zu reduzieren – je nach Einsatz und Rahmenbedingungen.
Eine Wärmepumpe mit Photovoltaik zu betreiben ist eine der effektivsten Möglichkeiten, Ihr Zuhause nachhaltig zu beheizen. Sie nutzen selbst erzeugten Solarstrom direkt für Ihre Heizung – und senken damit Ihre Energiekosten spürbar. Die Kombination aus Wärmepumpe und PV-Anlage gilt heute als besonders effizient, weil Strombedarf und Stromerzeugung sinnvoll zusammenspielen.
Wie funktioniert eine Wärmepumpe mit Photovoltaik?
Eine Wärmepumpe nutzt Umweltwärme aus Luft, Erdreich oder Wasser und wandelt sie mithilfe von Strom in Heizenergie um.
Die Photovoltaikanlage erzeugt genau diesen Strom auf Ihrem Dach – direkt aus Sonnenenergie.
So entsteht ein intelligentes System:
- Die PV-Anlage produziert Strom am Tag
- Die Wärmepumpe nutzt diesen Strom zum Heizen und für Warmwasser
- Überschüsse werden gespeichert oder ins Netz eingespeist
Ergebnis: Sie ersetzen teuren Netzstrom durch eigenen Solarstrom.
Für wen ist die Kombination Wärmepumpe und Photovoltaik geeignet?
Die Kombination aus Photovoltaik und Wärmepumpe lohnt sich besonders für:
- Eigentümer von Einfamilienhäusern
- Neubauten mit guter Dämmung
- modernisierte Altbauten
- Haushalte mit hohem Stromverbrauch
Voraussetzung ist meist eine geeignete Dachfläche für die PV-Anlage sowie Platz für die Wärmepumpe.
Voraussetzungen für den Betrieb von Wärmepumpe und PV
Damit Ihre Anlage effizient arbeitet, sollten folgende Punkte stimmen:
Größe und Leistung der Solaranlage:
Die Solaranlage (PV-Anlage) und die Wärmepumpe müssen aufeinander abgestimmt sein. Die PV-Anlage sollte genügend Strom erzeugen, um den Bedarf der Wärmepumpe zu decken.
Dachfläche und Ausrichtung:
Es muss ausreichend Dachfläche zur Verfügung stehen, idealerweise nach Süden oder Südwesten ausgerichtet, um die maximale Sonneneinstrahlung nutzen zu können.
Energetischer Zustand des Hauses:
Wärmepumpen arbeiten am effizientesten in gut gedämmten Häusern. Bei Altbauten kann der Stromverbrauch höher sein, daher ist eine gute Dämmung wichtig.
Erweiterung mit einem Stromspeicher:
Ein Stromspeicher kann den tagsüber erzeugten Solarstrom speichern, sodass er auch abends oder an bewölkten Tagen für die Wärmepumpe genutzt werden kann.
Wärmepumpe & PV-Anlage kombinieren
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FAQ: Das interessiert unsere Kunden
Ein Energiemanagement ist für die Vernetzung von Wärmepumpe und Solaranlage verantwortlich und kommuniziert digital zwischen der Wärmepumpen-Steuerung und dem Wechselrichter der PV-Anlage. Das Energiemanagement steuert die Photovoltaik-Anlage so, dass sie mit ihrem Strom die Wärmepumpe betreibt, sobald der Haushaltsstrom abgedeckt wird. Ist dann immer noch ein Überschuss vorhanden, kann der Stromspeicher oder das Elektroauto geladen werden.
Förderprogramme für Wärmepumpen findet man bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Für Photovoltaik existieren einige Förderprogramme. Eine Übersicht der aktuellen Förderungen finden Sie auf unserer Seite Förderungen.